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06.04.2019 / cso Mobilansicht
3. Bundesliga:
1. FC Kaiserslautern - VfR Aalen 0:1 (0:0)
Murmeltruppe entert Betzenberg

"Durch Geburt." Die Frage nach dem Grund für seine ETB-Liebe bekommt Uhltra jr häufig gestellt. Bei seiner Sympathie für den 1. FC Kaiserslautern ist die Sachlage nicht minder klar: Der FCK war Spitze, als der Schreiber dieser Zeilen sich für Fernsehfußball zu interessieren begann. Im ersten bewusst verfolgten TV-Spiel, dem DFB-Pokalfinale 1990, trafen die Roten Teufel und Werder Bremen aufeinander. Lautern siegte, aber auch der SV Werder wäre rückblickend eine gute, weil bodenständige Wahl für´s Leben gewesen. Der Pokalsieg des FCK bestätigte sich ein Jahr später in Form einer mehr als überraschenden Deutschen Meisterschaft. Als Kaiserslautern dann im Landesmeisterpokal fast den großen FC Barcelona ausgeschaltet hätte, gab es kein Zurück mehr. Der historische Abstieg 1996 wurde mit dem nächsten DFB-Pokalsieg entschädigt, und wie Otto Rehhagel Lautern 1998 als Aufsteiger zur sensationellsten Meisterschaft der Geschichte führte, bleibt unvergessen. In den letzten zwanzig Jahren ging es dann nur noch abwärts. Vorstände gaben sich die Klinke in die Hand, es wurde Geld ohne Ende verbrannt, zwei Abstieg waren die Folge. Mit bald 20.000.000€ Schulden krebst der FCK nun in der 3. Bundesliga herum und bittet seine letzten Fans, Anleihen zu zeichnen, um wenigstens dieses kärgliche Niveau halten zu können.

Einziger angenehmer Nebeneffekt: Man bekommt anders als früher ganz bequem Eintrittskarten, sogar für die Westtribüne. 13€ waren fällig für einen vermeintlichen Stehplatz im Epizentrum der FCK-Welt. Block 7.3 entpuppte sich vor Ort dann sogar als Sitzplatzbereich mit freier Platzwahl - preiswerter gibt es so etwas nicht einmal in der Oberliga. Gestanden wurde natürlich trotzdem, denn im Sitzen ist die Betzenberg-Atmosphäre nicht herzustellen. 18.317 Zuschauer machten zumindest eine Halbzeit lang prima Stimmung, bevor die Zuneigung zum Verein in Verachtung für die Spieler umschlug.

Hitzig wurde es schon in der sechsten Minute, als Schiedsrichter Oliver Lossius Aalens Stürmer Luca Schnellbacher zunächst eine Gelbe Karte für eine Schwalbe zeigte, diese dann aber zurücknahm und seine Entscheidung umdrehte. Die Rote Karte für eine Notbremse traute sich der Mann aus Sondershausen allerdings nicht und beließ es bei einer Verwarnung des FCK-Kapitäns André Hainault. Von dieser Aktion abgesehen, war es ein Spiel auf ein Tor. Timmy Thiele bereitete die größte Chance über rechts vor, passte quer in den Fünfmeterraum, wo Hendrick Zuck am Ball vorbeigrätschte. Weniger hundertprozentig war Christian Kühlwetters Distanzschuss kurz vor der Pause, aber immerhin flog der Ball Richtung Tor des Tabellenletzten. Die meisten Besucher spendeten zur Halbzeit noch Höflichkeitsapplaus, einige maulten jedoch bereits, die "Murmelmannschaft" von der Alb müsse eigentlich gerupft werden.

Gelegenheit hierzu hatte Timmy Thiele zehn Minuten nach dem Seitenwechsel. Die erste Ecke des VfR Aalen führte zu einem vielversprechenden Konter: Thiele gegen Daniel Bernhardt. Der FCK-Stürmer hatte die gesamte Gästehälfte Zeit zum Nachdenken - zu viel, denn er ließ sich von Torwart Bernhardt abdrängen. Zwei Zeigerumdrehungen später traute sich Thiele beim nächsten Konter nicht mehr selbst, doch auch sein Pass auf Christian Kühlwetter verhunzte er zum Entsetzen des Publikums. Fortan hinderten die Gäste den FCK bereits in dessen Hälfte erfolgreich am Spielaufbau. Mit Fußball hatte das Produkt nun nicht mehr viel zu tun. Aus der Pfälzer Mundart herausgehört wurden die Begriffe "Ausdauer-Workout" und "Zumba". Es kam, wie es kommen musste: Aalens erster ernstzunehmender Ball auf das Tor war drin, und auf Petar Sliškovićs Treffer fand der FCK auch keine Antwort mehr. Ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert war die Quittung für die Blamage - und das obwohl die meisten Fans gewiss nicht vier Stunden unterwegs gewesen waren, um dieses Spiel anzuschauen.

Enttäuschender für den Blog, der es ja gewohnt ist, Niederlagen gegen alles und jeden mitzuerleben, war die Nichtaufstellung von Gino Fechner. Den kleinen Bruder von ETB-Kapitän Robin Fechner hätte Uhltra jr sehr gerne einmal live erlebt.

FCK: Grill - Kraus, Sickinger, Hainault - Schad, Löhmannsröben, Albæk, Pick (76.´ Sternberg) - Kühlwetter (83.´ Huth), Bergmann (17.´ Zuck), Thiele.

VfR: Bernhardt - Ristl (46.´ Büyüksakarya), Schoppenhauer, Geyer, Rehfeldt, Funk (76.´ Schorr) - Fennell, Papadopoulos - Sessa, Schnellbacher (71.´ Morys), Slišković.

Tore: - / 0:1 (88.´) Slišković.

Schiedsrichter: Oliver Lossius (BSV Eintracht Sondershausen)

Zuschauer: 18.317



       
       
       
       
     
Fotos: cso
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