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23.01.2021 / cso Mobilansicht
Lost Grounds:
Folge 16: Kampfbahn Ruhrau (Sportfreunde Steele 09)
Am Pläßheidenweg hatte es jemand besonders gut gemeint mit der Absperrung: Baustellenzäune überall, teilweise in zwei Schichten, die Elemente mit Stahlketten verbunden. Dumm nur, wenn man das Haupttor einfach offenstehen lässt. Uhltra jr zögerte dennoch, das Areal der Kampfbahn Ruhrau zu betreten. "Asbestfasern" warnten gleich mehrere Schilder. Ob die FFP-2-Maske auch gegen Asbest...?

Von 1929 bis 2012 hatten hier in der Ruhrau die Sportfreunde Steele 09 ihre Heimspiele ausgetragen. Nach ihrer Gründung als BV Alemannia Horst-Eiberg waren die Sportfreunde zunächst am Horster Pastorat und an der Augenerstraße heimisch gewesen. Dort feierte der stets auf gute Jugendarbeit fokussierte Club in den 1920er Jahren auch einige Erfolge wie den Aufstieg in die A-Klasse. Angeblich wirkte dabei sogar S04-Legende Ernst Kuzorra als Übungsleiter mit. Später brachten Mitglieder und Freunde 25.000 Reichsmark auf, um unweit der alten Bahnstrecke von Essen nach Bochum-Dahlhausen einen Rasenplatz mit Laufbahn herzurichten, der am 25.08.1929 mit einem Spiel gegen den ESC Preußen 02 feierlich eröffnet wurde. Mitten im II. Weltkrieg war die Meistermannschaft des FC Schalke 04 zu Gast in der Steeler Ruhrau. Die späteren Zerstörungen durch Fliegerangriffe wurden schnell beseitigt, und in der Spielzeit 1946/47 stieg Steele 09 in die Bezirksklasse auf. 1956 gewann der Club die Stadtmeisterschaft. Später wilderte der TC Freisenbruch im Einzugsgebiet der 09er, für die es nun abwärts ging.

Zu einem Lost Ground wäre die Kampfbahn Ruhrau beinahe schon 1978 geworden, doch die neue Ruhrbrücke entstand nach massiven Protesten des Clubs letztlich doch nicht. Die schwer verständliche Führung der Langenberger Straße mit Unfallschwerpunkt unter der Bahnlinie Essen-Wuppertal zeugt noch heute von dieser Auseinandersetzung. Steele 09 schaffte es in der Folge nochmals kurz in die Bezirksliga, musste sich seit 1991 aus Kostengründen allerdings damit abfinden, zu Hause nur noch auf Asche antreten zu können. 2012 fusionierte der sportlich abgestiegene A-Ligist schließlich mit dem am Langmannskamp spielenden Lokalrivalen SC Steele 03/20 zur SpVgg. Steele 03/09, wodurch der Platz in der Ruhrau aufgegeben werden konnte. Mehr zur Geschichte des Fusionsvereins gibt es auf dieser liebevoll gestalteten Seite.

Eine von der Stadt avisierte Ansiedlung von zusätzlichem Gewerbe am Pläßheidenweg hat bislang nicht stattgefunden. Die temporäre Flüchtlingsunterkunft wurde wieder dem Erdboden gleich gemacht, so auch die Kleingartenanlage am Nordende der Kampfbahn. Von dem alten Fußballplatz ist heute allenfalls noch die Kontur zu erahnen; den auf Google Maps noch erkennbaren Vereinskiosk (Stand 06.01.2021) gibt es leider auch nicht mehr.


       
       

Fotos: cso
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