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01.05.2021 / cso Mobilansicht
Lost Grounds:
Folge 33: In den Tannen (Hammerthaler SV 1891)
Wenn Uhltra jr. in Aktien machen würde, würde er in Bauzäune investieren. Durch die Beschäftigung mit Lost Grounds verfestigte sich nämlich der ohnehin schon bestehende Eindruck, dass die ganze Republik mit Bauzäunen zugepflastert ist, die irgendwann einmal auf-, meistens aber nie wieder abgebaut werden. Mit der Produktion und der Vermietung von Bauzäunen muss folglich irgendwer ein Vermögen verdienen. Obwohl Lost Ground #33 dem Namen voll entsprechend mitten im Nirgendwo liegt, erwartete den Hopper auch diesmal wieder eine obligatorische Leichtmetall-Absperrung. Deren einzige Zwecksmäßigkeit bestand freilich darin, das Rennrad für die Dauer der Fotorunde anlehnen zu können - ein Interesse, Besucher von dem Areal fernzuhalten, schien nicht zu bestehen.

56 Jahre lang, von Ostern 1959 bis zum Sommer 2015, hatte der Aschenplatz In den Tannen den Fußballern des Hammerthaler SV als Heimspielstätte gedient. Der Besucherrekord aus dem Eröffnungsspiel, das 1.200 Fans sehen wollten, blieb unübertroffen, denn überlokale sportliche Erfolge sucht man beim kleinen HSV vergebens. Zuletzt konnte man sich auf der neuen Anlage unweit des Kemnader Stausees zumindest in die Kreisliga B zurückkämpfen. Das Aushängeschild des Hammerthaler SV ist momentan die Damenmannschaft, die seit 2020 in der Bezirksliga antritt, allerdings zu weiten Teilen aus der Auflösungsmasse der Sportfreunde Durchholz besteht.

Die Geschichte des Sports reicht im Hammertal, das sich nördlich von Sprockhövel zur Ruhr hin zieht, bis ins Jahr 1891 zurück, als der örtliche Turnverein gegründet wurde. Fußball gespielt wurde erst ab Anfang der 1930er Jahre. 1948 erfolgte eine Neugründung als Hammerthaler SV, der ein Jahr später den Spielbetrieb aufnahm. 1959 gab man den Platz an der bei Radlern als Abfahrt beliebten Hauptstraße im Tal auf und zog auf die bewaldeten Höhen.

Bei der Gestaltung der Anlage In den Tannen profitierte der Hammerthaler SV immer wieder von Kommunalreformen. Ursprünglich zur eigenständigen Gemeinde Buchholz gehörend, finanzierte 1966 die Stadt Blankenstein ihrem Neuzugang eine Flutlichtanlage. Ab 1970 beteiligte sich die Stadt Herbede, der das Hammertal als nächstes zugeschlagen worden war, am Bau eines Clubhauses. Lediglich die letzte Eingemeindung nach Witten brachte dem HSV keinen greifbaren Zugewinn. Dafür zeugt unweit des Platzes ein Ortschild am abenteuerlich einsamen Waldweg etwas grotesk von der Universitätsstadt an der Ruhr, die man nun betrete.

An die fußballerische Vergangenheit des Ortes erinnert fast nichts mehr: Eine zugewucherte Treppe und die Ausmaße des Platzes lassen sich noch erkennen. Die Flutlichtmasten sind demontiert, das Vereinsheim abgerissen, und auch die Schrift am ehemaligen Ausflugslokal In den Tannen hat man jüngst entfernt. Aus dem Gebäude ist augenscheinlich ein Wohnhaus mit angeschlossener Rechtsanwaltskanzlei geworden; der Ground soll renaturiert werden.



Die Anlage In den Tannen kurz vor Ostern 2021.
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Fotos: cso
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