10.03.2019 / cso PC-Ansicht
3. Volleyball-Liga West Frauen:
VC Allbau Essen - RC Sorpesee 3:1 (25:15, 19:25, 25:13, 25:21)
VCA erkämpft sich Platz 3

Dank des Sturmtiefs und der damit verbundenen Spielabsage bei den ETB-Fußballern kam Uhltra jr am Sonntag in den Genuss einer hochklassigen Volleyballpartie. Im Kampf um den dritten Platz in der 3. Liga West schenkten sich der gastgebende VC Allbau Essen und der RC Sorpesee beinahe zwei Stunden lang nichts und begeisterten die etwa 100 Zuschauer in Bergeborbeck restlos.

Der VCA, der sich auch für die glatte 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel im Sauerland revanchieren wollte, startete mit hervorragenden Blocks und dynamischen Außenangriffen in die Partie. Etwas Glück mit der Decke und den Schiedsrichtern kam in den entscheidenden Momenten hinzu, und so ging der erste Satz mit 25:15 an die Essener. Ein Ergebnis, das deutlicher ausfiel, als es der Leistungsunterschied hergab. Genau umgekehrt lief es dann im zweiten Satz, der mit 25:19 an die Gäste ging. Vom Sorpesee waren gut 30 Fans mit ins Ruhrgebiet gefahren, die das Momentum ihres Teams mit Heimspielatmosphäre befeuerten.

Bei den Pottperlen war im Laufe des zweiten Satzes Lea Adolph als Libera ins Spiel gekommen - eine taktische Maßnahme, die sich mehr und mehr auszahlte: Geführt von Adolph und der bärenstarken Lena Verheyen fand der VCA zurück zu seinen druckvollen Angriffen, leistete sich aber auch einige überflüssige Aufschlagfehler. Bei den Gästen machte das Schiedsrichtergespann im Verlauf des dritten Satzes einige technische Fehler aus, was den Puls des in der Presse als Hitzkopf angekündigten Sorpesee-Trainers Julian Schallow ansteigen ließ. Schallow hatte sich aber letztlich im Griff, genau wie Essens Übungsleiter Marcel Werzinger, der vor allem im vierten Satz - der dritte war mit 25:13 gewonnen worden - seinen roten Stressball bearbeitete.

Der RC Sorpesee gab nämlich hinten raus nochmals alles, um wenigstens einen Punkt aus Essen zu entführen. Borbeck nahm das Kampfspiel vorbildlich an: Lea Adolph war bei fast jedem Angriff der Sauerländerinnen auf dem Parkett zu finden; Lena Verheyen hielt einen Ball im Spiel, den jeder Außenstehende als unerreichbar klassifiziert hätte. Phänomenaler Sport also an der Friedrich-Lange-Straße, und das mit dem besseren Ende für den VC Allbau, der seinen Sieg mit einem 25:21 perfekt machte.

Dreimal noch muss sich das Team von Marcel Werzinger richtig ins Zeug legen, um den dritten Tabellenplatz zu verteidigen: Nächsten Sonntag geht es zum abstiegsbedrohten TV Cloppenburg, danach gastiert der direkte Konkurrent Fortuna Bonn in Essen; zum Saisonabschluss reisen die Pottperlen dann zum unangefochtenen Staffelmeister USC Münster II.

VCA: Ferger, Zwingmann, Lebsack, Wolter, Weichert, Verheyen - Castiglione. Eingewechselt: Wiedeking, Borkenhagen - Adolph.

RCS: Freiburg, Spreyer, Kemper, Henkies, Va. Vornweg, Finke - Vi. Vornweg. Eingewechselt: Bastert, Hustadt, Baumeister.

Schiedsrichter: Karsten Klees (Sprockhövel)/ Mark Zang (Bergheim)

Zuschauer: 100
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